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Kostencontrolling · DIN 276 · Auftraggeberseite

Baukostencontrolling für Bauherren nach DIN 276

Wir prüfen Budget, Kostenermittlungen, Vergaben, Nachträge und Rechnungen und schreiben die Kostenprognose bis Projektende fort. Sie sehen jeden Monat, wo das Projekt kostenseitig steht und welche Entscheidung ansteht.

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Kurz gesagt

Baukostencontrolling ist die laufende Kontrolle der Baukosten auf Seiten des Bauherrn: Budget nach den Kostengruppen der DIN 276, Prüfung der Kostenermittlungen des Planers, Vergaben gegen Budget, Prüfung von Nachträgen und Rechnungen und eine Prognose der Gesamtkosten bis Projektende. Nach AHO-Heft Nr. 9 gehört diese Aufgabe zum Handlungsbereich Kosten und Finanzierung der Projektsteuerung. Unsere Bauingenieure übernehmen sie als eigenes Mandat oder als Teil der Projektsteuerung, in Rhein-Main, an der Bergstraße und in Rhein-Neckar.

Ausgangslage

Warum Baukosten erst spät auffallen

Die Kostenberechnung des Planers ist eine Momentaufnahme aus der Entwurfsplanung. Danach verändern Vergaben, Planungsänderungen, Nachträge und Bauzeit die Kosten laufend. Wenn diese Veränderungen nur in einzelnen Tabellen stehen, zeigt sich die Überschreitung oft erst in der Schlussrechnung.

Im Baukostencontrolling führen wir alle kostenwirksamen Vorgänge in einer Gliederung nach DIN 276 zusammen: was budgetiert, beauftragt, abgerechnet und noch zu erwarten ist. Jede Vergabe und jeder Nachtrag wird gegen das Budget geprüft, bevor Sie entscheiden. Die Kostenermittlungen bleiben beim Planer; wir prüfen sie und halten die Prognose für Sie aktuell.

Wir arbeiten für Bauherren, Projektentwickler, Unternehmen mit eigenem Bauvorhaben und öffentliche Auftraggeber in Frankfurt, Darmstadt, an der Bergstraße und in Rhein-Neckar.

Kontaktformular

Baukosten im Griff behalten? Schreiben Sie uns.

Die Anfrage ist unverbindlich. Wir melden uns persönlich; ein Honorar entsteht erst mit einem schriftlichen Angebot, das Sie annehmen. Ihre Daten verwenden wir nur zur Bearbeitung Ihrer Anfrage.

Leistungsübersicht

Was das Baukostencontrolling umfasst

01
Budget und Kostenrahmen

Wir prüfen den Kostenrahmen gegen Bedarf, Standards und Flächen und legen das Budget nach Kostengruppen der DIN 276 fest, mit Reserven und Freigabegrenzen.

02
Kostenermittlungen des Planers prüfen

Kostenschätzung und Kostenberechnung prüfen wir auf Vollständigkeit, Mengen und Kennwerte und vergleichen sie mit dem Budget. Abweichungen gehen mit Ursache in den Bericht.

03
Vergaben gegen Budget

Vor jeder Vergabe stellen wir Angebot, Kostenberechnung und Budget der Vergabeeinheit gegenüber. Sie entscheiden mit Preisspiegel und Kostenwirkung auf dem Tisch.

04
Nachträge und Rechnungen

Nachträge prüfen wir dem Grunde und der Höhe nach, Abschlags- und Schlussrechnungen gegen Vertragspreise und Aufmaß. Jede Freigabe fließt sofort in die Prognose ein.

05
Prognose bis Projektende

Budget, Aufträge, angemeldete Nachträge, erwartete Mehrkosten und Risiken ergeben je Kostengruppe die voraussichtlichen Gesamtkosten. So sehen Sie Überschreitungen, bevor sie abgerechnet sind.

06
Kostenfeststellung

Zum Abschluss prüfen wir die Kostenfeststellung des Planers gegen Schlussrechnungen und Budget und dokumentieren, wo und warum sich Kosten verändert haben.

Arbeitsergebnisse

Was Sie konkret erhalten

  • Kostenblatt nach DIN 276 bis zur dritten Ebene: Budget, beauftragt, abgerechnet, Nachträge, Prognose und Abweichung je Kostengruppe.
  • Kostenbericht im vereinbarten Rhythmus mit Abweichungen, Ursachen, Gegenmaßnahmen und offenen Entscheidungen.
  • Vergabevermerk je Vergabeeinheit: Angebot gegen Kostenberechnung und Budget, mit Preisspiegel.
  • Prüfvermerke zu Nachträgen und Rechnungen mit empfohlenem Betrag und Freigabeempfehlung.
  • Nachtragsliste mit Status, angemeldetem und geprüftem Betrag.
  • Abschlussvermerk zur Kostenfeststellung mit den wesentlichen Kostenveränderungen im Projektverlauf.

Wie wir Kosten nach DIN 276 mit Prognose in einem Monatsbericht darstellen, zeigt der Muster-Monatsbericht (PDF) aus der Bauüberwachung.

Grundlagen

Kostenermittlung nach DIN 276 und HOAI

Die DIN 276:2018-12 gliedert die Kosten im Bauwesen in die Kostengruppen 100 bis 800 und unterscheidet sechs Stufen der Kostenermittlung: Kostenrahmen, Kostenschätzung, Kostenberechnung, Kostenvoranschlag, Kostenanschlag und Kostenfeststellung.

Die HOAI ordnet dem Objektplaner Kostenermittlungen und Kostenkontrollen in mehreren Leistungsphasen zu, etwa die Kostenschätzung in der Vorplanung, die Kostenberechnung im Entwurf, den Vergleich der bepreisten Leistungsverzeichnisse mit der Kostenberechnung und die Kostenfeststellung in der Objektüberwachung (Anlage 10.1 HOAI). Das Baukostencontrolling auf Bauherrenseite prüft diese Ergebnisse und führt sie zu einer durchgehenden Prognose zusammen. Mehr dazu im Ratgeber DIN 276 Kostengruppen.

Für eine erste Größenordnung vor der Planung rechnet unser Baukostenrechner mit amtlichen Durchschnittswerten je m² und m³; er ersetzt keine Kostenschätzung.

Abgrenzung

Baukostencontrolling, Projektcontrolling, Projektsteuerung

  • Baukostencontrolling: Kosten des Bauherrn nach DIN 276, vom Budget bis zur Kostenfeststellung. Thema dieser Seite.
  • Projektsteuerung nach AHO-Heft Nr. 9: alle fünf Handlungsbereiche, also auch Organisation, Qualitäten, Termine und Verträge. Das Baukostencontrolling ist dort der Bereich Kosten und Finanzierung.
  • Projektcontrolling: Kosten, Termine, Mittelabruf und Risiken in einem Bericht, vor allem für Projektentwickler, Investoren und Finanzierungspartner.
  • Projektcontrolling für Bauunternehmen: Ergebnis je Auftrag aus Sicht des ausführenden Unternehmens, Teil unserer Unternehmensberatung.
  • Kostenoptimierung Bau: gezielte Prüfung, wo sich Baukosten durch Planung, Standards oder Vergabe senken lassen.
Häufige Fragen

Fragen und Antworten

Baukostencontrolling ist die laufende Kontrolle und Steuerung der Baukosten auf Seiten des Bauherrn. Budget, Kostenermittlungen, Vergaben, Nachträge und Rechnungen werden nach den Kostengruppen der DIN 276 verfolgt und zu einer Prognose bis Projektende fortgeschrieben. Nach AHO-Heft Nr. 9 gehört diese Aufgabe zum Handlungsbereich Kosten und Finanzierung der Projektsteuerung.
Nein. Kostenschätzung, Kostenberechnung und Kostenfeststellung bleiben Leistungen des Objektplaners nach HOAI. Wir prüfen diese Ermittlungen, vergleichen sie mit Budget und Vergabeergebnissen und führen die Prognose für den Bauherrn fort.
Am meisten bewirkt es vor der Vergabe, solange Leistungsumfang und Standards noch beeinflussbar sind. Ein Einstieg in ein laufendes Projekt ist möglich und beginnt mit einer Bestandsaufnahme von Budget, Aufträgen, Nachträgen und Zahlungen.
Baukostencontrolling konzentriert sich auf die Kosten des Bauherrn nach DIN 276. Projektcontrolling führt zusätzlich Termine, Mittelabruf und Risiken in einem Bericht zusammen, etwa für Projektentwickler, Investoren oder Finanzierungspartner.
Das Honorar richtet sich nach Projektgröße, Laufzeit, Berichtsrhythmus und Unterlagenlage. Nach Ihrer Anfrage erhalten Sie ein schriftliches Angebot; Kosten entstehen erst mit Ihrer Beauftragung.

Grundlagen: DIN 276:2018-12 Kosten im Bauwesen; HOAI Anlage 10.1 und § 2 HOAI; AHO-Heft Nr. 9, Projektmanagementleistungen in der Bau- und Immobilienwirtschaft. Stand: Oktober 2026.

Wer Sie betreut

Moritz SchneiderGeschäftsführer, Bauingenieur (M.Eng.), Baurecht und Baumanagement (M.A.)

Christoph TheißingGeschäftsführer, Bauingenieur (B.Eng.), Immobilienwirtschaft (M.Sc., EBS Universität), MBA (Korea University)

Erfahrung aus der Begleitung vonHallenbau, Hochbau, Sanierung und Neubau, Geschosswohnungsbau und Wohnen, Logistik, Rechenzentren und Data Center, Glasfaserausbau (FTTH)

ArbeitsweiseIm Bauprojekt arbeiten wir nur auf Auftraggeberseite. Beide Geschäftsführer arbeiten selbst im Mandat, gemeinsam mit unserem Team. Leistungsumfang und Honorar stehen vor Beginn in einem schriftlichen Angebot.

Qualifikationen und Arbeitsweise im Detail

Kosten prüfen, bevor sie abgerechnet sind

Schildern Sie Projekt, Budget und Stand der Vergaben. Wir melden uns mit einem Vorschlag für Umfang und Berichtsrhythmus.

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