Leistungsbild und Ablauf
Vom Wert zum Risiko: So prüfen wir Immobilien.
Immobilienbewertung, Technische Due Diligence, Restnutzungsdauergutachten und Verkauf beantworten unterschiedliche Fragen. Entscheidend ist, dass der Kunde vorab versteht, welcher Prüfweg welches Ergebnis liefert: Verkehrswert, Investitionsrisiko, steuerlich nutzbare technische Dokumentation oder verkaufsfähige Objektargumentation.
ImmoWertV
Verkehrswertgutachten und Marktwertermittlung
Für Eigentümer, Erbengemeinschaften, Investoren, Banken und steuerliche oder rechtliche Anlässe, bei denen ein nachvollziehbar hergeleiteter Wert benötigt wird. Die Methodik orientiert sich an der ImmoWertV mit Vergleichs-, Ertrags- oder Sachwertverfahren.
InputGrundbuch, Flurkarte, Pläne, Mietdaten, Flächen, Baujahr, Modernisierungen, Energieausweis.
Typischer AnlassKauf, Verkauf, Finanzierung, Erbfall, Scheidung, Portfolioentscheidung, steuerliche Einordnung.
- Unterlagen und Bewertungsanlass klären: Zweck, Bewertungsstichtag, Objektart und benötigte Gutachtentiefe festlegen.
- Objekt aufnehmen: Lage, Grundstück, Bauzustand, Ausstattung, Modernisierungen, Mängel und Nutzung erfassen.
- Verfahren wählen: Vergleichswert, Ertragswert oder Sachwert objekt- und datenabhängig begründen.
- Wert ableiten: Marktanpassung, besondere objektspezifische Grundstücksmerkmale und Plausibilisierung einarbeiten.
- Gutachten übergeben: Ergebnis, Herleitung, Annahmen, Unterlagenbasis und Grenzen der Bewertung transparent machen.
Ergebnis: ein nachvollziehbarer Verkehrswert mit dokumentierter Methodik, nicht nur eine unverbindliche Preismeinung.
Technische Due Diligence
Ankaufsprüfung und Red-Flag-Report
Für Investoren und Käufer, die vor verbindlicher Kaufentscheidung wissen müssen, welche technischen, baulichen und wirtschaftlichen Risiken im Objekt liegen. Die Prüfung kann als kompakter Red-Flag-Report oder als vollständige TDD erfolgen.
InputDatenraum, Pläne, Mieterliste, Instandhaltungsdaten, Gutachten, Energie-/TGA-Unterlagen, Kaufpreisannahmen.
Typischer AnlassAnkauf unter Zeitdruck, Investment Committee, Bankgespräch, Nachverhandlung, CapEx-Planung.
- Datenraum prüfen: fehlende Unterlagen, technische Widersprüche und risikorelevante Informationslücken markieren.
- Objekt begehen: Dach, Fassade, Tragwerk, Ausbau, TGA, Feuchtigkeit, Brandschutzindikatoren und Nutzerzustand erfassen.
- CapEx ableiten: kurz-, mittel- und langfristige Investitionen mit Priorität und Bandbreite strukturieren.
- Risiken bewerten: kaufpreisrelevante Red Flags, Vertragsrisiken und technische Deal Breaker zusammenführen.
- Entscheidungsvorlage erstellen: kaufen, nachverhandeln, vertieft prüfen oder Abstand nehmen.
Ergebnis: technische Entscheidungsfähigkeit vor dem Kauf und eine belastbare Grundlage für Preis, CapEx und Verhandlung.
Restnutzungsdauer
Restnutzungsdauergutachten
Für Eigentümer vermieteter Immobilien, bei denen die tatsächliche technische Restnutzungsdauer kürzer sein kann als die pauschale steuerliche Nutzungsdauer. Wir liefern die technische Gutachtengrundlage; die steuerliche Nutzung erfolgt mit Steuerberater oder Finanzamt.
InputKaufvertrag, Kaufpreisaufteilung, Baujahr, Modernisierungen, Pläne, Fotos, Mietnutzung, Objektunterlagen.
Typischer AnlassAfA-Prüfung, Steuerberater-Hinweis, Erwerb einer älteren vermieteten Immobilie, Finanzamtsrückfrage.
- Potenzial prüfen: Gebäudewert, Alter, Modernisierungstiefe und steuerliche Ausgangslage auf Plausibilität sichten.
- Vor-Ort-Aufnahme durchführen: Bauteile, technische Anlagen, Zustand, Abnutzung und Modernisierungsgrad dokumentieren.
- Restnutzungsdauer ableiten: technische Lebensdauern, Zustandseinflüsse und objektspezifische Besonderheiten begründen.
- Gutachten erstellen: Fotodokumentation, Bewertungsansatz, Herleitung und Ergebnis prüfbar zusammenführen.
- Rückfragen begleiten: technische Erläuterungen für Steuerberater oder Finanzamt vorbereiten.
Ergebnis: ein technisches Gutachten zur tatsächlichen Restnutzungsdauer. Die steuerliche Einordnung erfolgt durch Steuerberatung oder zuständige Stellen.
Immobilienmakler und Portfolio
Immobilienverkauf, Verkaufsvorbereitung und Portfolioanalyse
Für Eigentümer, Erbengemeinschaften, Bestandshalter und Investoren, die nicht nur einen Makler suchen, sondern eine verwertbare Entscheidung: halten, sanieren, verkaufen, entwickeln oder nachverhandeln. Technische Substanz, Marktwert und Käuferargumentation werden gemeinsam betrachtet.
InputObjektunterlagen, Grundbuch, Mietdaten, Instandhaltung, Marktannahmen, Verkaufsziel, Fristen, Unterlagenlage.
Typischer AnlassImmobilienverkauf, Portfoliooptimierung, Exit, Erbauseinandersetzung, Scheidung, Renditeprüfung.
- Verkaufsziel klären: Eigentümerstruktur, Zeitrahmen, Mindestpreis, Diskretion und Entscheidungskriterien festlegen.
- Objekt verkaufsfähig machen: Unterlagen, Mängel, Modernisierungen, Mietdaten, CapEx und Käuferfragen ordnen.
- Wert und Preisstrategie ableiten: Marktwert, Zustand, Zielkäufer, Nachfrage und Verhandlungsspielraum zusammenführen.
- Vermarktung vorbereiten: Exposé, Datenraum, Besichtigungslogik, Zielkäuferansprache und technische Argumentation erstellen.
- Verhandlung begleiten: Einwände einordnen, Preislogik erklären, Notarvorbereitung unterstützen und Übergabe strukturieren.
Ergebnis: ein geordneter Immobilienverkauf mit nachvollziehbarem Preisanker, sauberer Unterlagenlage und technischer Verhandlungsfähigkeit.
Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit
Machbarkeitsstudie, CapEx und Szenariovergleich
Für Investoren, Bestandshalter und Projektentwickler, die vor Sanierung, Umnutzung, Ankauf oder Verkauf eine belastbare Entscheidungsgrundlage brauchen. Hier werden bauliche Machbarkeit, Investitionsbedarf, Nutzungsperspektive und wirtschaftliche Wirkung zusammengeführt.
InputObjektunterlagen, Nutzungsidee, Miet- und Marktdaten, Bestandspläne, Bauzustand, Budgetrahmen.
Typischer AnlassSanierungsentscheidung, Umnutzung, Revitalisierung, Investorenfreigabe, CapEx-Planung.
- Zielbild klären: Nutzung, Qualitätsniveau, Renditeerwartung, Zeithorizont und Entscheidungskriterien festlegen.
- Bestand technisch einordnen: Substanz, TGA, Brandschutzindikatoren, energetische Schwächen und Genehmigungsrisiken prüfen.
- Szenarien bilden: Erhalt, Sanierung, Umnutzung, Verkauf oder Entwicklung mit Aufwand, Nutzen und Risiken vergleichen.
- CapEx und Wirtschaftlichkeit bewerten: Investitionsbandbreiten, Miet-/Werthebel, Prioritäten und Rückstellungsbedarf ableiten.
- Entscheidungsvorlage erstellen: Empfehlung, Annahmen, offene Prüfungen, Risikopunkte und nächste Schritte dokumentieren.
Ergebnis: ein belastbarer Szenariovergleich statt Bauchgefühl: technisch begründet, wirtschaftlich eingeordnet und entscheidungsfähig.
Bei steuerlichen Themen liefern wir technische und bewertungsbezogene Grundlagen. Steuerliche Gestaltung, Antragstellung und finale Einordnung erfolgen durch Steuerberater oder zuständige Stellen.