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Formeln & Kennzahlen

Lexikon: Formeln, Kennzahlen und KPIs.

Die wichtigsten Berechnungsformeln und Kennzahlen aus Bau, Immobilienbewertung, Investition und Unternehmensberatung. Verständlich, mit Rechenbeispielen und Einordnung.

Dieses Lexikon enthält die zentralen Formeln, Kennzahlen und KPIs, die in der Bau- und Immobilienpraxis sowie in der Unternehmensberatung regelmäßig verwendet werden. Jeder Eintrag enthält die Formel, ein Rechenbeispiel und die fachliche Einordnung. Ergänzend finden Sie im Glossar rund 70 Fachbegriffe mit Definitionen.

Immobilienbewertung: Formeln und Verfahren

Bewertungsverfahren

Ertragswert (Ertragswertverfahren nach ImmoWertV)

Das Ertragswertverfahren ermittelt den Marktwert von Renditeobjekten (Mehrfamilienhäuser, Büros, Gewerbe) auf Basis der erzielbaren Erträge. Es ist das am häufigsten angewandte Verfahren für vermietete Objekte und wird nach ImmoWertV durchgeführt.

Rohertrag = Jahresmiete (Ist oder marktüblich)
Reinertrag = Rohertrag − Bewirtschaftungskosten
Reinertragsanteil Gebäude = Reinertrag − (Bodenwert × Liegenschaftszinssatz)
Gebäudeertragswert = Reinertragsanteil × Vervielfältiger
Ertragswert = Gebäudeertragswert + Bodenwert
Beispiel: MFH mit 120.000 EUR Jahresmiete, 36.000 EUR Bewirtschaftungskosten, Bodenwert 200.000 EUR, Liegenschaftszinssatz 3,5 %, Restnutzungsdauer 40 Jahre.
Reinertrag = 84.000 EUR. Bodenwertverzinsung = 7.000 EUR. Reinertragsanteil = 77.000 EUR.
Vervielfältiger (3,5 %, 40 J.) = 21,36. Gebäudeertragswert = 1.644.720 EUR.
Ertragswert = 1.644.720 + 200.000 = 1.844.720 EUR.

Mehr dazu: Immobilienbewertung · Bewertungsverfahren im Detail · Glossar: Ertragswertverfahren

Bewertungsverfahren

Sachwert (Sachwertverfahren nach ImmoWertV)

Das Sachwertverfahren bestimmt den Wert über die Herstellungskosten des Gebäudes abzüglich Alterswertminderung. Es wird nach ImmoWertV primär für eigengenutzte Wohngebäude (Einfamilienhäuser, Zweifamilienhäuser) angewandt, bei denen keine Mietdaten vorliegen.

Gebäudesachwert = NHK 2010 × BGF × Baupreisindex − Alterswertminderung
Vorläufiger Sachwert = Gebäudesachwert + Bodenwert + Außenanlagen
Marktangepasster Sachwert = Vorläufiger Sachwert × Sachwertfaktor
Beispiel: EFH, BGF 220 m², NHK 1.350 EUR/m², Baupreisindex 1,42, Baujahr 1985, GND 80 J., Restnutzungsdauer 39 J., Bodenwert 180.000 EUR, Sachwertfaktor 0,95.
Herstellungskosten = 220 × 1.350 × 1,42 = 421.740 EUR. Alterswertminderung (41/80) = 215.890 EUR.
Gebäudesachwert = 205.850 EUR. Vorläufig = 205.850 + 180.000 = 385.850 EUR.
Sachwert = 385.850 × 0,95 = 366.558 EUR.

Mehr dazu: Verkehrswertgutachten · Glossar: Sachwertverfahren

Bewertungsverfahren

Vergleichswert (Vergleichswertverfahren)

Das Vergleichswertverfahren nach ImmoWertV leitet den Verkehrswert aus tatsächlich gezahlten Kaufpreisen vergleichbarer Objekte ab. Es ist das bevorzugte Verfahren für Eigentumswohnungen und Grundstücke in datendichten Märkten.

Vergleichswert = Mittlerer Vergleichspreis/m² × Fläche Bewertungsobjekt
± Zu-/Abschläge für Lage, Zustand, Ausstattung, Geschoss, Ausrichtung
Beispiel: ETW 85 m², 5 Vergleichstransaktionen: 3.200, 3.350, 3.100, 3.400, 3.250 EUR/m².
Mittelwert = 3.260 EUR/m². Abschlag EG-Lage (minus 5 %) = 3.097 EUR/m².
Vergleichswert = 85 × 3.097 = 263.245 EUR.

Mehr dazu: Immobilienbewertung · Glossar: Vergleichswertverfahren

Kennzahl Bewertung

Liegenschaftszinssatz

Der Liegenschaftszinssatz (auch Kapitalisierungszinssatz) beschreibt die marktübliche Verzinsung des Immobilienvermögens. Er wird von den Gutachterausschüssen aus tatsächlichen Kaufpreisen und Reinerträgen abgeleitet und ist zentrale Eingangsgröße im Ertragswertverfahren.

Liegenschaftszinssatz = Reinertrag / Kaufpreis × 100
(vereinfacht; exakt: iterative Ableitung unter Berücksichtigung von Restnutzungsdauer und Bodenwert)
Typische Werte (2024/2025): MFH 2,5 bis 4,5 % · Büro 4,0 bis 6,0 % · Einzelhandel 5,0 bis 7,5 % · Logistik 4,5 bis 6,5 % · EFH (selten) 1,5 bis 3,0 %. Je niedriger der Liegenschaftszinssatz, desto höher der Ertragswert.

Mehr dazu: Bewertungsverfahren · Glossar: Ertragswertverfahren

Kennzahl Bewertung

Vervielfältiger (Barwertfaktor)

Der Vervielfältiger kapitalisiert den jährlichen Reinertrag über die Restnutzungsdauer zum Liegenschaftszinssatz. Er ist der Barwertfaktor einer endlichen Rente und die zentrale Rechengröße im Ertragswertverfahren nach ImmoWertV Anlage 1.

V = (q^n − 1) / (q^n × i)
mit q = 1 + i (Liegenschaftszinssatz) und n = Restnutzungsdauer in Jahren
Beispiel: Liegenschaftszinssatz 4 %, Restnutzungsdauer 30 Jahre.
q = 1,04. q^30 = 3,2434. V = (3,2434 − 1) / (3,2434 × 0,04) = 2,2434 / 0,1297 = 17,29.
Ein Reinertrag von 50.000 EUR ergibt einen Gebäudeertragswert von 864.500 EUR.

Kennzahl Bewertung

Bodenwert

Der Bodenwert wird aus dem Bodenrichtwert (BRW) abgeleitet, den die Gutachterausschüsse auf Basis tatsächlicher Transaktionen ermitteln. Anpassungen erfolgen für Größe, Zuschnitt, Erschließung und Bebaubarkeit.

Bodenwert = Bodenrichtwert (EUR/m²) × Grundstücksfläche (m²)
± Anpassungen (Größe, GFZ-Abweichung, Erschließung, Zuschnitt)
Beispiel: BRW 350 EUR/m² (GFZ 0,8), Grundstück 600 m², tatsächliche GFZ 1,0.
Umrechnungskoeffizient GFZ-Anpassung +8 %. Bodenwert = 350 × 1,08 × 600 = 226.800 EUR.

Mehr dazu: Immobilienbewertung

Kennzahl Bewertung

Alterswertminderung

Die Alterswertminderung drückt den Wertverlust des Gebäudes durch Alterung und Abnutzung aus. Im Sachwertverfahren nach ImmoWertV wird sie linear über die Gesamtnutzungsdauer berechnet.

Alterswertminderung = (GND − Restnutzungsdauer) / GND × 100 [in %]
Wertminderung absolut = Herstellungskosten × (GND − Restnutzungsdauer) / GND
Beispiel: Baujahr 1990, GND 80 Jahre, Alter 36 Jahre, Restnutzungsdauer 44 Jahre.
Alterswertminderung = 36/80 = 45 % der Herstellungskosten.

Mehr dazu: Restnutzungsdauergutachten · Glossar: Fiktives Baujahr

Kennzahl Bewertung

Marktanpassungsfaktor (Sachwertfaktor)

Der Sachwertfaktor passt den vorläufigen Sachwert an das tatsächliche Marktgeschehen an. Er wird von den Gutachterausschüssen aus Kaufpreisen und zugehörigen Sachwerten abgeleitet. Ein Faktor über 1,0 zeigt einen angespannten Markt an, unter 1,0 einen entspannten.

Sachwertfaktor = Kaufpreis / Vorläufiger Sachwert
Marktangepasster Sachwert = Vorläufiger Sachwert × Sachwertfaktor
Typische Bandbreiten: Ballungsräume 0,9 bis 1,3 · Mittelstädte 0,7 bis 1,1 · Ländliche Regionen 0,5 bis 0,9.

Investoren Kennzahlen und Renditeberechnung

Renditekennzahl

Brutto-Mietrendite

Die Brutto-Mietrendite setzt die Jahresmiete ins Verhältnis zum Kaufpreis. Sie dient als erste Orientierung, lässt aber Nebenkosten des Erwerbs und Bewirtschaftungskosten unberücksichtigt. Für eine belastbare Renditeberechnung wird die Netto-Mietrendite verwendet.

Brutto-Mietrendite = (Jahresnettokaltmiete / Kaufpreis) × 100 [in %]
Beispiel: Kaufpreis 500.000 EUR, Jahresnettokaltmiete 24.000 EUR.
Brutto-Mietrendite = 24.000 / 500.000 × 100 = 4,8 %.

Mehr dazu: Ankaufsberatung · Investorenberatung

Renditekennzahl

Netto-Mietrendite

Die Netto-Mietrendite berücksichtigt neben dem Kaufpreis auch die Erwerbsnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Makler) und die nicht umlegbaren Bewirtschaftungskosten. Sie gibt die tatsächliche Objektrendite vor Finanzierung wieder.

Netto-Mietrendite = ((Jahresnettokaltmiete − nicht umlegbare Bewirtschaftungskosten) / (Kaufpreis + Erwerbsnebenkosten)) × 100
Beispiel: Kaufpreis 500.000 EUR, Nebenkosten 45.000 EUR (9 %), Jahresnettokaltmiete 24.000 EUR, Bewirtschaftungskosten 4.800 EUR.
Netto-Mietrendite = (24.000 − 4.800) / (500.000 + 45.000) × 100 = 3,52 %.

Mehr dazu: Ankaufsberatung · Investorenberatung

Renditekennzahl

Mietmultiplikator (Kaufpreisfaktor)

Der Mietmultiplikator ist der Kehrwert der Brutto-Mietrendite und setzt Kaufpreis und Jahresmiete als schnelle Marktkennzahl ins Verhältnis. Er wird im Markt als schneller Vergleichsmaßstab verwendet.

Mietmultiplikator = Kaufpreis / Jahresnettokaltmiete
Beispiel: Kaufpreis 500.000 EUR, Jahresnettokaltmiete 24.000 EUR.
Multiplikator = 500.000 / 24.000 = 20,8 (entspricht 4,8 % Brutto-Rendite).
Einordnung: A-Lagen 25 bis 35x · B-Lagen 18 bis 25x · C-Lagen 12 bis 18x.

Mehr dazu: Ankaufsberatung

Renditekennzahl

Cap Rate (Capitalization Rate)

Die Cap Rate ist die internationale Variante der Netto-Anfangsrendite und im angelsächsischen Raum der zentrale Vergleichsmaßstab für Immobilieninvestments. Sie setzt den NOI (Net Operating Income) ins Verhältnis zum Kaufpreis.

Cap Rate = NOI / Kaufpreis × 100 [in %]
Beispiel: NOI 80.000 EUR, Kaufpreis 2.000.000 EUR.
Cap Rate = 80.000 / 2.000.000 × 100 = 4,0 %.
Niedrige Cap Rate = hoher Preis im Verhältnis zum Ertrag (typisch für Core-Immobilien).

Mehr dazu: Investorenberatung · Portfolioanalyse

Ertragskennzahl

NOI (Net Operating Income)

Der NOI ist der Nettobetriebsertrag einer Immobilie nach Abzug aller nicht umlegbaren Bewirtschaftungskosten, aber vor Kapitaldienst und Steuern. Er ist die Basis für Cap Rate, DSCR und Cashflow-Analysen.

NOI = Effektive Mieteinnahmen − Betriebskosten (nicht umlegbar) − Verwaltungskosten − Instandhaltungsrücklage − Mietausfallwagnis
Beispiel: Bruttomiete 150.000 EUR, Leerstand 5 % (7.500 EUR), Bewirtschaftungskosten 37.500 EUR.
NOI = 150.000 − 7.500 − 37.500 = 105.000 EUR.

Mehr dazu: Investorenberatung

Renditekennzahl

Cash-on-Cash Return (Eigenkapitalrendite Immobilie)

Der Cash-on-Cash Return misst die Verzinsung des tatsächlich eingesetzten Eigenkapitals nach Abzug des Kapitaldienstes. Er zeigt den Leverage-Effekt der Fremdfinanzierung und ist die praxisrelevanteste Renditekennzahl für Eigenkapitalgeber.

Cash-on-Cash = (NOI − Kapitaldienst) / Eigenkapitaleinsatz × 100 [in %]
Beispiel: NOI 105.000 EUR, Kapitaldienst (Zins + Tilgung) 72.000 EUR, EK-Einsatz 600.000 EUR.
Cash-on-Cash = (105.000 − 72.000) / 600.000 × 100 = 5,5 %.

Mehr dazu: Ankaufsberatung · Investorenberatung

Renditekennzahl

IRR (Internal Rate of Return / Interner Zinsfuss)

Die IRR ist der Zinssatz, bei dem der Kapitalwert (NPV) aller Zahlungsströme eines Investments gleich Null wird. Sie berücksichtigt im Unterschied zu statischen Renditekennzahlen den Zeitwert des Geldes und ist der internationale Standard für die Bewertung von Immobilieninvestments über die Haltedauer.

NPV = Summe aller (Cashflow_t / (1+IRR)^t) = 0
(iterativ gelöst; t = 0 bis n, wobei CF_0 = negativer Eigenkapitaleinsatz, CF_n = Verkaufserlös)
Beispiel (vereinfacht): EK-Einsatz 500.000 EUR (t=0), jährlicher Cashflow 35.000 EUR (t=1 bis 5), Verkaufserlös nach Tilgung 650.000 EUR (t=5).
IRR (iterativ) = ca. 12,4 % p.a.

Mehr dazu: Investorenberatung

Renditekennzahl

ROI (Return on Investment)

Der ROI misst die Gesamtrentabilität eines Investments als Verhältnis von Gewinn zu eingesetztem Kapital. Im Immobilienkontext wird er oft als Total Return über die Haltedauer berechnet (Mietüberschüsse plus Wertsteigerung geteilt durch Eigenkapital).

ROI = (Gesamtgewinn / Gesamtkapitaleinsatz) × 100 [in %]
Annualisierter ROI = ((1 + ROI)^(1/n) − 1) × 100
Beispiel: EK 300.000 EUR, kumulierte Netto-Cashflows über 7 Jahre 175.000 EUR, Verkaufserlös nach Tilgung 380.000 EUR.
ROI = (175.000 + 380.000 − 300.000) / 300.000 × 100 = 85 % (ca. 9,2 % p.a.).

Finanzierungskennzahl

DSCR (Debt Service Coverage Ratio)

Die DSCR misst, wie gut die Mieteinnahmen den Kapitaldienst (Zins und Tilgung) abdecken. Sie ist die wichtigste Kennzahl für Kreditgeber bei der Immobilienfinanzierung. Banken fordern typischerweise eine DSCR von mindestens 1,20 bis 1,30.

DSCR = NOI / Kapitaldienst (Zins + Tilgung)
Beispiel: NOI 105.000 EUR, Kapitaldienst 80.000 EUR (4 % Zins + 2 % Tilgung auf 1.000.000 EUR Kredit).
DSCR = 105.000 / 80.000 = 1,31 (ausreichend für die meisten Bankfinanzierungen).
Schwellenwerte: unter 1,0 = Unterdeckung · 1,0 bis 1,2 = kritisch · über 1,3 = komfortabel.

Mehr dazu: Investorenberatung · Ankaufsberatung Finanzierung

Finanzierungskennzahl

LTV (Loan-to-Value)

Der LTV-Wert beschreibt das Verhältnis von Kreditvolumen zu Marktwert der Immobilie. Er ist der zentrale Maßstab für das Beleihungsrisiko. Banken finanzieren typischerweise bis 60 bis 75 % LTV (Wohnimmobilien) bzw. 50 bis 65 % (Gewerbe).

LTV = Kreditvolumen / Marktwert der Immobilie × 100 [in %]
Beispiel: Marktwert 2.000.000 EUR, Kredit 1.400.000 EUR.
LTV = 1.400.000 / 2.000.000 × 100 = 70 %.
Eigenkapitalanteil = 30 % (600.000 EUR + Erwerbsnebenkosten).

Mehr dazu: Ankaufsberatung Finanzierung

Asset Management Kennzahl

Leerstandsquote

Die Leerstandsquote gibt den Anteil der leerstehenden Mietfläche an der Gesamtmietfläche an. Sie ist ein Indikator für die Vermietungsfähigkeit des Objekts und fließt als Mietausfallwagnis in die Bewirtschaftungskosten ein.

Leerstandsquote = Leerstehende Fläche / Gesamtmietfläche × 100 [in %]
Erlösorientiert = Mietausfall durch Leerstand / Sollmiete × 100
Beispiel: Gesamtmietfläche 3.000 m², davon 270 m² leer.
Leerstandsquote = 270 / 3.000 × 100 = 9,0 %.
Einordnung: unter 3 % = sehr gut · 3 bis 5 % = gut · 5 bis 10 % = Aufmerksamkeit · über 10 % = kritisch.

Mehr dazu: Portfolioanalyse

Asset Management Kennzahl

WALT (Weighted Average Lease Term)

Der WALT beschreibt die gewichtete durchschnittliche Restmietvertragslaufzeit aller Mietverträge eines Objekts oder Portfolios. Gewichtet wird nach Mietfläche oder Mieteinnahmen. Ein hoher WALT bedeutet Einnahmensicherheit.

WALT = Summe (Mietfläche_i × Restlaufzeit_i) / Gesamtmietfläche [in Jahren]
Beispiel: 3 Mieter: A = 500 m² / 8 J., B = 300 m² / 3 J., C = 200 m² / 12 J.
WALT = (500×8 + 300×3 + 200×12) / 1.000 = (4.000+900+2.400) / 1.000 = 7,3 Jahre.

Mehr dazu: Portfolioanalyse · Investorenberatung

Bewertungskennzahl

Mietausfallwagnis

Das Mietausfallwagnis deckt das Risiko von Ertragsminderung durch Leerstand, Mietausfall oder Mietminderung ab. Es ist ein Pflichtansatz in der Ertragswertermittlung nach ImmoWertV und Teil der Bewirtschaftungskosten.

Mietausfallwagnis = Rohertrag × Ansatz [in %]
Übliche Ansätze (II. BV): Wohnen 2 % · Gewerbe 4 bis 6 % · Einzelhandel 4 % · Büro 4 bis 5 %.

Bewertungskennzahl

Bewirtschaftungskosten

Bewirtschaftungskosten umfassen alle Aufwendungen des Eigentümers, die nicht auf Mieter umgelegt werden können. Sie bestehen aus Verwaltungskosten, Instandhaltungskosten, Mietausfallwagnis und gegebenenfalls Betriebskosten. Im Ertragswertverfahren werden sie vom Rohertrag abgezogen.

Bewirtschaftungskosten = Verwaltung + Instandhaltung + Mietausfallwagnis
Richtwerte (p.a.): Verwaltung 250 bis 400 EUR/WE · Instandhaltung 9 bis 14 EUR/m² · Mietausfallwagnis 2 bis 6 % der Sollmiete
Beispiel MFH, 10 WE, 700 m²: Verwaltung 3.200 EUR + Instandhaltung 7.700 EUR + Mietausfallwagnis 2.400 EUR (2 % von 120.000) = 13.300 EUR (ca. 11 % vom Rohertrag).

Bau, Projektsteuerung und Kostenplanung

Honorarformel

HOAI-Honorar (Berechnungsformel)

Das Honorar nach HOAI 2021 wird auf Basis der anrechenbaren Kosten, der Honorarzone und des beauftragten Leistungsanteils ermittelt. Seit dem EuGH-Urteil 2019 sind die Honorartafeln nicht mehr verbindlich, dienen aber als Orientierungsrahmen.

Honorar = Honorartafel-Wert (anrechenbare Kosten, Honorarzone) × Leistungsanteil [in %]
Leistungsanteile LPH 1 bis 9: 2 + 7 + 15 + 3 + 25 + 10 + 4 + 32 + 2 = 100 %
Beispiel LPH 8 (Bauüberwachung): Anrechenbare Kosten 1.500.000 EUR, Honorarzone III, Mindestsatz.
Honorartafel Objektplanung: ca. 172.000 EUR (Gesamthonorar). LPH 8 Anteil: 32 %.
Honorar LPH 8 = 172.000 × 0,32 = 55.040 EUR.

Mehr dazu: Bauüberwachung Kosten · Glossar: HOAI

Baukennzahl

Baukostenindex (BKI)

Der Baukostenindex des Statistischen Bundesamtes misst die Preisentwicklung im Baugewerbe. Er wird benötigt, um Normalherstellungskosten (NHK 2010) auf den Bewertungsstichtag umzurechnen. Im Sachwertverfahren ist er eine Pflichtgröße.

Aktuelle NHK = NHK 2010 × (Baukostenindex aktuell / Baukostenindex 2010)
Vereinfacht: NHK aktuell = NHK 2010 × Baupreisindex
Beispiel: NHK 2010 = 850 EUR/m² BGF. Baupreisindex Q1/2026 = ca. 1,52 (Basis 2010 = 1,00).
NHK aktuell = 850 × 1,52 = 1.292 EUR/m² BGF.

Controlling Kennzahl

Kostenabweichung (Soll-Ist-Vergleich)

Die Kostenabweichung ist die zentrale Kennzahl im Projektcontrolling. Sie vergleicht das geplante Budget (Soll) mit den tatsächlichen bzw. prognostizierten Kosten (Ist/Wird). Positive Werte bedeuten Budgetüberschreitung.

Absolute Abweichung = Ist-Kosten − Soll-Kosten [in EUR]
Relative Abweichung = (Ist − Soll) / Soll × 100 [in %]
Prognose = Ist + erwartete Restkosten (Wird-Kosten)
Beispiel: Budget KG 300 = 4.200.000 EUR, bisherige Ist-Kosten 2.800.000 EUR bei 60 % Baufortschritt, erwartete Restkosten 2.100.000 EUR.
Prognose = 2.800.000 + 2.100.000 = 4.900.000 EUR. Abweichung = +700.000 EUR (+16,7 %).

Mehr dazu: Projektcontrolling · Baukostenkontrolle

Controlling Kennzahl

Nachtragsquote

Die Nachtragsquote setzt das Nachtragsvolumen ins Verhältnis zur ursprünglichen Auftragssumme. Sie ist ein Indikator für die Qualität der Planung und Ausschreibung und wird im Projektcontrolling als Frühwarnsignal überwacht.

Nachtragsquote = Summe aller Nachträge / Ursprüngliche Auftragssumme × 100 [in %]
Beispiel: Auftragssumme Rohbau 1.800.000 EUR, Nachträge 234.000 EUR.
Nachtragsquote = 234.000 / 1.800.000 × 100 = 13 %.
Einordnung: unter 5 % = sehr gut · 5 bis 10 % = normal · 10 bis 20 % = auffällig · über 20 % = problematisch.

Mehr dazu: Rechnungs- und Nachtragsprüfung · Nachtragsmanagement VOB/B

Controlling Kennzahl

Fertigstellungsgrad (Baufortschritt)

Der Fertigstellungsgrad beschreibt den prozentualen Anteil der bereits erbrachten Bauleistung an der Gesamtleistung. Er wird im Projektcontrolling für die Kosten- und Terminprognose sowie für die Abschlagszahlungen nach BGB verwendet.

Fertigstellungsgrad (kostenbasiert) = Angefallene Kosten / Geplante Gesamtkosten × 100 [in %]
Fertigstellungsgrad (leistungsbasiert) = Erbrachte Leistung / Gesamtleistung × 100
Beispiel: Gesamtauftrag 2.400.000 EUR, bisher abgerechnet 1.560.000 EUR.
Fertigstellungsgrad = 1.560.000 / 2.400.000 = 65 %.

Mehr dazu: Projektcontrolling

Frist

Gewährleistungsfristen (Verjährung Mängelansprüche)

Die Gewährleistungsfristen beginnen mit der Abnahme und bestimmen, wie lange der Auftragnehmer für Mängel haftet. Je nach Vertragsgrundlage gelten unterschiedliche Fristen.

BGB Werkvertragsrecht: 5 Jahre (Bauwerke) · 2 Jahre (sonstige Werke)
VOB/B: 4 Jahre (Bauwerke) · 2 Jahre (maschinelle Anlagen) · 2 Jahre (sonstige)
Wichtig: Verjährung beginnt mit Abnahme. Bei arglistig verschwiegenen Mängeln: 3 Jahre ab Kenntnis, maximal 10 Jahre. Hemmung durch Verhandlungen oder gerichtliche Geltendmachung.

Mehr dazu: Bauabnahme VOB/B · Glossar: Bauabnahme

Planungskennzahl

GRZ (Grundflächenzahl)

Die Grundflächenzahl nach BauNVO gibt an, wie viel Quadratmeter Grundfläche je Quadratmeter Grundstücksfläche überbaut werden darf. Sie wird im Bebauungsplan festgesetzt und begrenzt die Versiegelung.

GRZ = Überbaute Grundfläche / Grundstücksfläche
Zulässige Grundfläche = Grundstücksfläche × GRZ
Beispiel: Grundstück 800 m², GRZ 0,4.
Zulässige Überbauung = 800 × 0,4 = 320 m².
Mit Nebenanlagen: bis zu GRZ 0,6 möglich (480 m²).

Planungskennzahl

GFZ (Geschossflächenzahl)

Die Geschossflächenzahl nach BauNVO gibt an, wie viel Quadratmeter Geschossfläche je Quadratmeter Grundstücksfläche zulässig sind. Sie bestimmt die maximal realisierbare Nutzfläche und damit das Baupotenzial eines Grundstücks.

GFZ = Geschossfläche (alle Vollgeschosse) / Grundstücksfläche
Zulässige Geschossfläche = Grundstücksfläche × GFZ
Beispiel: Grundstück 800 m², GFZ 1,2.
Zulässige Geschossfläche = 800 × 1,2 = 960 m².
Bei GRZ 0,4 (320 m² Grundfläche) sind das rechnerisch 3 Vollgeschosse.

Mehr dazu: Machbarkeitsstudie

Flächenkennzahl

BGF (Brutto-Grundfläche nach DIN 277)

Die Brutto-Grundfläche ist die Summe aller Grundflächen eines Gebäudes einschließlich Konstruktionsflächen, berechnet aus den Außenabmessungen. Sie ist die Bezugsgröße für Normalherstellungskosten im Sachwertverfahren und für BKI-Kostenkennwerte.

BGF = Summe aller Geschossflächen (Außenmasse)
BGF = NUF + TF + VF + KF (Nutz-, Technik-, Verkehrs-, Konstruktionsfläche)
Umrechnungsfaktor (Richtwerte): BGF zu Wohnfläche ca. 0,75 bis 0,85 (MFH) · BGF zu Nutzfläche ca. 0,65 bis 0,80 (Büro).

Flächenkennzahl

BRI (Brutto-Rauminhalt nach DIN 277)

Der Brutto-Rauminhalt beschreibt das Gesamtvolumen eines Gebäudes (BGF mal lichte Höhe pro Geschoss). Er wird für Kostenkennwerte bei Sonderbauten (Hallen, Kirchen, Schwimmbäder) und für die Gebäudeversicherung verwendet.

BRI = BGF × mittlere Geschosshöhe [in m³]
Beispiel: BGF 450 m², 2 Geschosse mit je 3,0 m Geschosshöhe.
BRI = 450 × 2 × 3,0 = 2.700 m³.

Flächenkennzahl

Wohnfläche nach WoFlV

Die Wohnflächenverordnung (WoFlV) regelt die Berechnung der Wohnfläche. Sie ist maßgeblich für Mietrecht, Betriebskostenumlage und Immobilienbewertung. Abweichend von der DIN 277 werden Flächen unter Dachschrägen anteilig angerechnet.

Anrechnungsregeln WoFlV §4:
Raumhöhe ab 2,00 m = 100 % · 1,00 bis 1,99 m = 50 % · unter 1,00 m = 0 %
Balkone/Terrassen = 25 % (in der Regel, bis 50 %)
Wintergärten (beheizt) = 50 % · Wintergärten (unbeheizt) = 25 %

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Energie, ESG und Nachhaltigkeit

Energiekennzahl

U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient)

Der U-Wert beschreibt den Wärmestrom durch ein Bauteil pro Quadratmeter und Kelvin Temperaturdifferenz. Je niedriger der U-Wert, desto besser die Wärmedämmung. Er ist die zentrale Größe für GEG-Nachweise, Fördermittelanträge und die energetische Bewertung in der TDD.

U = 1 / R_gesamt [W/(m²K)]
R_gesamt = R_si + Summe (d_i / lambda_i) + R_se
mit d = Schichtdicke [m], lambda = Wärmeleitfähigkeit [W/(mK)], R_si/R_se = Wärmeübergangswiderstand innen/außen
GEG-Anforderungen (Bestand bei Änderung): Außenwand 0,24 W/(m²K) · Dach 0,24 · Fenster 1,30 · Kellerdecke 0,30.
KfW EH 55: typisch Außenwand 0,15 bis 0,18 · Dach 0,12 bis 0,15 · Fenster 0,90.

Mehr dazu: ESG-Gebäudebewertung · Technische Due Diligence

Energiekennzahl

Primärenergiebedarf (Formel)

Der Primärenergiebedarf berücksichtigt neben dem Endenergiebedarf auch die vorgelagerte Energiekette (Gewinnung, Umwandlung, Transport). Er ist die Referenzgröße für GEG-Nachweise und KfW-Förderstufen.

Q_p = Q_e × f_p [kWh/(m²a)]
mit Q_e = Endenergiebedarf und f_p = Primärenergiefaktor
Primärenergiefaktoren (GEG): Erdgas 1,1 · Heizöl 1,1 · Strom (Netz) 1,8 · Fernwärme KWK 0,7 · Biomasse 0,2 · Wärmepumpe (Strom) 1,8 · PV-Eigenstrom 0,0.
Beispiel: Gasheizung 120 kWh/(m²a) Endenergie × 1,1 = 132 kWh/(m²a) Primärenergie.

Mehr dazu: Glossar: Primärenergiebedarf

Energiekennzahl

CO2-Kosten nach CO2KostAufG

Seit dem 01.01.2023 werden die CO2-Kosten aus der Gebäudeheizung nach dem Kohlendioxidkostenaufteilungsgesetz (CO2KostAufG) zwischen Vermieter und Mieter aufgeteilt. Die Aufteilung richtet sich nach der energetischen Qualität des Gebäudes (10-Stufen-Modell).

CO2-Kosten = Verbrauch [kWh] × Emissionsfaktor [kg CO2/kWh] × CO2-Preis [EUR/t]
Vermieteranteil = je nach CO2-Ausstoß/m² zwischen 0 % (unter 12 kg) und 95 % (über 52 kg)
CO2-Preis 2026: 55 EUR/t. Beispiel: MFH mit Gasheizung, 200.000 kWh, Emissionsfaktor 0,201 kg/kWh.
CO2-Ausstoß = 40,2 t. Kosten = 40,2 × 55 = 2.211 EUR. Bei 35 kg CO2/m²a: Vermieter trägt 60 % = 1.327 EUR.

Mehr dazu: ESG-Gebäudebewertung

ESG Kennzahl

CRREM-Pfad (Carbon Risk Real Estate Monitor)

Der CRREM-Pfad definiert den maximalen CO2-Ausstoß pro m² und Jahr, den ein Gebäude im jeweiligen Jahr haben darf, um mit dem Pariser Klimaabkommen (1,5-Grad-Ziel) kompatibel zu bleiben. Wird das Ziel überschritten, entsteht ein Stranding Risk (Risiko der Unwirtschaftlichkeit).

CRREM-Ziel 2030 (Wohnen, DE): ca. 25 bis 30 kg CO2/(m²a)
CRREM-Ziel 2050: ca. 5 kg CO2/(m²a)
Praxisrelevanz: Institutionelle Investoren und Banken nutzen CRREM-Pfade zunehmend als Entscheidungskriterium. Gebäude oberhalb des Pfads haben ein erhöhtes Refinanzierungs- und Vermietungsrisiko (Stranded Asset).

Mehr dazu: ESG-Gebäudebewertung · TDD und Energetik

Unternehmensberatung und Wirtschaftlichkeit

Finanzkennzahl

EBITDA

EBITDA steht für Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization. Es ist die zentrale Kennzahl für die operative Ertragskraft eines Unternehmens, unabhängig von Finanzierungs- und Abschreibungsstruktur. Im M&A-Kontext ist das EBITDA-Multiple der häufigste Bewertungsmaßstab.

EBITDA = Umsatz − Materialaufwand − Personalaufwand − sonstige betriebliche Aufwendungen
Oder: Jahresüberschuss + Zinsen + Steuern + Abschreibungen
Beispiel Bauunternehmen: Umsatz 3,2 Mio. EUR, Material 1,1 Mio., Personal 1,4 Mio., sonstiger Aufwand 0,3 Mio.
EBITDA = 3,2 − 1,1 − 1,4 − 0,3 = 400.000 EUR (EBITDA-Marge: 12,5 %).
Bei M&A-Multiple von 5x: Unternehmenswert ca. 2,0 Mio. EUR.

Mehr dazu: Unternehmensberatung

Finanzkennzahl

Cashflow (Operativer Cashflow)

Der operative Cashflow zeigt den tatsächlichen Geldmittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Er ist der beste Indikator für die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens und wichtiger als das EBITDA, da er Veränderungen im Working Capital berücksichtigt.

Operativer CF = Jahresüberschuss + Abschreibungen ± Veränderung Working Capital ± Veränderung Rückstellungen
Free Cashflow = Operativer CF − Investitionen (CapEx)
Beispiel: Jahresüberschuss 180.000 EUR, Abschreibungen 45.000 EUR, Working Capital Zunahme minus 30.000 EUR, Rückstellungen +15.000 EUR.
Operativer CF = 180.000 + 45.000 − 30.000 + 15.000 = 210.000 EUR.

Mehr dazu: Unternehmensberatung Mittelstand

Wirtschaftlichkeitskennzahl

Break-Even-Point (Gewinnschwelle)

Der Break-Even-Point ist die Absatzmenge oder der Umsatz, ab dem ein Unternehmen die Gewinnschwelle erreicht (Erlöse = Gesamtkosten). Er wird für Geschäftsplanung, Preiskalkulation und Investitionsentscheidungen verwendet.

Break-Even (Menge) = Fixkosten / (Stückpreis − variable Stückkosten)
Break-Even (Umsatz) = Fixkosten / Deckungsbeitragsquote
Beispiel Beratungsunternehmen: Fixkosten 240.000 EUR/a, durchschnittlicher Tagessatz 1.200 EUR, variable Kosten 200 EUR/Tag.
Break-Even = 240.000 / (1.200 − 200) = 240 Beratertage pro Jahr.

Mehr dazu: Unternehmensberatung

Wirtschaftlichkeitskennzahl

Deckungsbeitrag

Der Deckungsbeitrag zeigt, wie viel ein Produkt oder Auftrag nach Abzug der variablen Kosten zur Deckung der Fixkosten und zum Gewinn beiträgt. Im Projektgeschäft wird er je Auftrag berechnet und dient als Steuerungsgröße für Auftragsannahme und Preisverhandlung.

DB I = Erlös − variable Kosten
DB-Quote = DB / Erlös × 100 [in %]
DB II = DB I − projektbezogene Fixkosten
Beispiel Projektsteuerung: Honorar 85.000 EUR, eingesetzte Stunden 420 h × 95 EUR/h (variable Kosten) = 39.900 EUR.
DB I = 85.000 − 39.900 = 45.100 EUR. DB-Quote = 53 %.

Bilanzkennzahl

Eigenkapitalquote

Die Eigenkapitalquote setzt das Eigenkapital ins Verhältnis zur Bilanzsumme. Sie ist die wichtigste Kennzahl für die finanzielle Stabilität und Kreditwürdigkeit eines Unternehmens. Banken fordern im Mittelstand typischerweise mindestens 20 bis 30 %.

Eigenkapitalquote = Eigenkapital / Bilanzsumme × 100 [in %]
Beispiel: Bilanzsumme 1.200.000 EUR, Eigenkapital 360.000 EUR.
Eigenkapitalquote = 360.000 / 1.200.000 × 100 = 30 %.
Branchenwerte Bau (Mittelstand): unter 15 % = schwach · 15 bis 25 % = normal · über 25 % = gut.

Mehr dazu: Unternehmensberatung

Finanzkennzahl

Umsatzrendite (EBIT-Marge)

Die Umsatzrendite zeigt, wie viel Prozent des Umsatzes als operativer Gewinn verbleiben. Sie ist der wichtigste Profitabilitätsmaßstab im Branchenvergleich und ein zentraler Indikator für die Preissetzungsmacht und Effizienz eines Unternehmens.

Umsatzrendite (EBIT) = EBIT / Umsatz × 100 [in %]
Umsatzrendite (Netto) = Jahresüberschuss / Umsatz × 100
Branchenwerte (Median, Mittelstand): Bauunternehmen 3 bis 6 % · Ingenieurbüros 8 bis 15 % · Immobilienberatung 10 bis 20 % · Handwerk 4 bis 8 %.

Mehr dazu: Unternehmensberatung Mittelstand

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