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Logistikhallen · Projektsteuerung · Qualitätssicherung

Logistikimmobilien: Bauüberwachung und Projektsteuerung für Hallen, die funktionieren müssen

Logistikhallen entstehen schnell, meist mit Generalunternehmer und festem Mietbeginn. Fehler an Bodenplatte, Dach oder Brandschutz zeigen sich erst im Betrieb. Wir prüfen die Ausführung im Auftrag von Investoren, Entwicklern und Nutzern.

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Kurz gesagt

Wer eine Logistikhalle bauen lässt, entscheidet mit wenigen Bauteilen über Nutzbarkeit und Wert: Bodenplatte mit Ebenheit nach DIN 18202 und für Schmalganglager nach DIN 15185-1, Sprinkler und Brandabschnitte nach Industriebaurichtlinie, Tore und Rampen, Dach und Außenanlagen. Schneider Theißing überwacht und steuert Logistikhallen auf Bauherrenseite für Investoren, Entwickler und Nutzer in Rhein-Main, an der Bergstraße und in Rhein-Neckar, von der GU-Vergabe über die Abnahme bis zur Mieterübergabe und zu Bautenstandsberichten für die Finanzierung.

Ausgangslage

Wo Logistikhallen in der Ausführung Geld kosten

Ob Lagerhalle, Umschlaghalle, Distributionszentrum oder Logistikpark: Eine Logistikhalle ist ein scheinbar einfaches Gebäude, bestehend aus Bodenplatte, Tragwerk, Hülle und Toren. In der Praxis entscheiden wenige Bauteile über Nutzbarkeit und Wert: die Ebenheit und Tragfähigkeit der Bodenplatte, die Dichtigkeit des Dachs, die Funktion der Andocktore und die brandschutztechnische Ausführung. Diese Bauteile werden unter Termindruck hergestellt und sind nach Fertigstellung kaum noch zu korrigieren.

Rhein-Main zählt zu den großen Logistikregionen Deutschlands, auch in Rhein-Neckar entstehen laufend Hallenprojekte. Wir begleiten Hallenprojekte als unabhängige Prüfinstanz: von der Prüfung der funktionalen Leistungsbeschreibung über die Bauüberwachung bis zur Übergabe an den Mieter und den Bautenstandsberichten für die Finanzierung.

Kontaktformular

Logistikprojekt besprechen? Schreiben Sie uns.

Die Anfrage ist unverbindlich. Wir melden uns werktags persönlich; ein Honorar entsteht erst mit einem schriftlichen Angebot, das Sie annehmen. Ihre Daten verwenden wir nur zur Bearbeitung Ihrer Anfrage.

Leistungsübersicht

Was wir bei Logistikimmobilien leisten

01
Prüfung der Leistungsbeschreibung

Abgleich der funktionalen Leistungsbeschreibung mit Nutzeranforderungen: Lastannahmen, Ebenheitsklasse, Regalsystem, Torausstattung, Brandschutzkonzept, Energiekonzept und Außenanlagen. Ziel: Lücken vor der Vergabe schließen statt später als Nachtrag bezahlen. Mehr dazu unter GU-Vergabe begleiten.

02
Bauüberwachung Bodenplatte

Bauüberwachung und Begleitung von Unterbau, Bewehrung, Betonage, Nachbehandlung und Fugenplan. Prüfung der Ebenheit nach DIN 18202 und bei Schmalgangregalen nach DIN 15185-1, Dokumentation von Rissbildern und Oberflächenqualität.

03
Tragwerk, Hülle und Dach

Kontrolle von Fertigteilen und Stahlbau auf Toleranzen und Verbindungen, Prüfung der Dachabdichtung nach DIN 18531 einschließlich Gefälle, Anschlüssen, Entwässerung und Notentwässerung, Fassade und Sektionaltore.

04
Brandschutz und Technik-Schnittstellen

Umsetzung des Brandschutzkonzepts nach Industriebaurichtlinie: Brandabschnitte, Rauch- und Wärmeabzug, bauliche Voraussetzungen für Sprinkleranlagen, Abschottungen. Schnittstellen zu Elektro, Heizung und Ladeinfrastruktur.

05
Termin- und Kostensteuerung

Projektsteuerung nach AHO-Heft Nr. 9 mit Blick auf Mietbeginn, Vertragsstrafen und Mieterausbau. Nachtragsprüfung, Rechnungsprüfung nach VOB/B und Kostenfortschreibung für Bauherr und Finanzierer.

06
Abnahme und Mieterübergabe

Vorbegehung, förmliche Abnahme mit Mängelliste und Vorbehalten, Übergabeprotokoll an den Mieter, Nachverfolgung der Mängelbeseitigung und Dokumentation für die Gewährleistung, insbesondere für Dach und Bodenplatte. Mehr dazu unter Abnahmebegleitung.

Prüfpunkte

Prüfpunkte, die bei Logistikhallen den Wert sichern

Die Anforderungen ergeben sich aus dem Nutzungskonzept des Mieters: Regaltyp, Flurförderzeuge, Lagergut, Umschlagfrequenz und Brandlast. Daraus folgen die baulichen Prüfpunkte:

  • Bodenplatte: Flächen- und Punktlasten für Regalstützen und Stapler, Oberflächenhärte und Verschleißwiderstand, Fugenausbildung und Fugenprofile, Ebenheit und Neigung in Regalgassen.
  • Dach: Abdichtung, Dachgefälle, Lichtkuppeln und RWA, Durchdringungen, Entwässerung und Notentwässerung, Dachlastreserve für Photovoltaik.
  • Brandschutz: Brandabschnittsgrößen nach Industriebaurichtlinie, Feuerwiderstand der Bauteile, Rauchabzug, Löschwasserversorgung und Sprinklervoraussetzungen, Flucht- und Rettungswege.
  • Tore und Rampen: Anzahl und Lage der Andocktore, Überladebrücken, Torabdichtungen, Rampenhöhen und Anfahrschutz, Verkehrsführung auf dem Grundstück.
  • Außenanlagen: Aufbau der Verkehrsflächen nach RStO, Entwässerung und Versickerung, Abscheider, Beleuchtung, Zäune und Zufahrten.
  • Energie und Technik: Heizung und Hallenlüftung, Beleuchtung, Ladeinfrastruktur, Photovoltaik und Leerrohre für spätere Nachrüstungen.
  • Mieterausbau: Büroeinbauten, Mezzanine, Sozialräume und Schnittstelle zwischen Grundausbau und Mieterwünschen, dokumentiert in Baubeschreibung und Terminplan.
  • Dokumentation: Fotodokumentation je Bauabschnitt, Prüfprotokolle, Bestandsunterlagen und Wartungshinweise für Betreiber und Verwalter.
Vertiefung

Boden, Regal, Sprinkler, Rampen: worauf wir bei Logistikhallen achten

Industrieboden und Regalbetrieb

Für Breitgangregale mit Frontstaplern wird meist DIN 18202, Tabelle 3, Zeile 3 oder 4 vereinbart. Schmalganglager mit leitliniengeführten Staplern brauchen zusätzlich die Anforderungen der DIN 15185-1 in den Fahrspuren, die Regale selbst DIN EN 15620. Regalanker, Fugen und Fahrspuren stimmen wir vor der Betonage ab, damit keine Fuge unter einer Regalstütze oder quer durch eine Fahrspur liegt.

Ratgeber: Industrieboden abnehmen

Sprinkler und Brandabschnitte

Nach der in Hessen eingeführten Muster-Industriebaurichtlinie sind erdgeschossige Brandabschnitte mit selbsttätiger Feuerlöschanlage bis 10.000 m² zulässig, ohne Löschanlage deutlich kleiner. Bei Lagerguthöhen über 7,5 m verlangt das vereinfachte Verfahren eine Löschanlage. Wir prüfen Sprinklerzentrale, Wasserbevorratung, Leitungsführung unter dem Dach und Freihaltung der Sprinklerebene gegen das Brandschutzkonzept.

Ratgeber: Industriebaurichtlinie

Tore, Rampen und Hof

Laderampen sind nach der Arbeitsstättenverordnung entsprechend den Abmessungen der Transportmittel und der Ladung auszulegen und gegen Absturz zu sichern (Anhang Nr. 1.10 ArbStättV). Wir prüfen Rampenhöhen, Überladebrücken, Torabdichtungen, Anfahrschutz, Radabweiser und die Verkehrsführung auf dem Hof, dazu den Aufbau der Lkw-Flächen und die Entwässerung.

Aus Sicht von Investor und Bank

Für Eigentümer zählt die Drittverwendungsfähigkeit: lichte Hallenhöhe, Bodenlast und Ebenheit, Toranzahl, Brandschutzkonzept ohne nutzerspezifische Einschränkungen, Lastreserven für Photovoltaik. Vor dem Ankauf prüfen wir diese Punkte in der Technischen Due Diligence, während des Baus in Bautenstandsberichten für die finanzierende Bank.

Typische Szenarien

Typische Ausgangslagen bei Logistikimmobilien

Entwickler mit GU-Vertrag und Mietbeginn

Der Mietvertrag ist unterschrieben, der Übergabetermin steht. Wir überwachen Qualität und Termine, prüfen Nachträge und halten den Bauherrn entscheidungsfähig, wenn der Terminplan kippt.

Investor beim Ankauf einer Projektentwicklung

Vor dem Forward Deal oder nach Fertigstellung prüfen wir Ausführung, Dokumentation und offene Mängel. Ergebnis: eine technische Einordnung als Grundlage für Kaufpreis und Gewährleistungsregelung.

Nutzer mit eigenem Neubau

Ein Unternehmen baut sein Lager selbst. Wir vertreten die Bauherreninteressen gegenüber Planern und Ausführenden, von der Leistungsbeschreibung bis zur Abnahme.

Bank mit Bautenstandsberichten

Die Finanzierung wird nach Baufortschritt ausgezahlt. Wir liefern unabhängige Berichte mit Fertigstellungsgrad, Kostenstand und Risiken.

Häufige Fragen

Fragen und Antworten

Das hängt vom Lagersystem ab. Für Standardregale und Frontstapler gelten die Ebenheitstoleranzen der DIN 18202. Für Schmalgangregale mit leitliniengeführten Flurförderzeugen gilt DIN 15185-1 mit deutlich engeren Anforderungen an Ebenheit und Neigung der Fahrwege. Die Anforderung muss vor der Betonage feststehen, nicht nach der Mieterauswahl.
Nach dem vereinfachten Verfahren der Muster-Industriebaurichtlinie, die in Hessen eingeführt ist, sind bei Lagerguthöhen über 7,5 m selbsttätige Feuerlöschanlagen anzuordnen. Ohne Löschanlage sind Lagerflächen in Abschnitte von höchstens 1.200 m² mit Freiflächen zu teilen, und erdgeschossige Brandabschnitte bleiben je nach Sicherheitskategorie und Feuerwiderstand deutlich kleiner als die 10.000 m², die mit Sprinklern möglich sind. Maßgeblich ist das genehmigte Brandschutzkonzept.
Undichtigkeiten an Anschlüssen, Durchdringungen und Dachrändern sowie falsch dimensionierte Entwässerung. Flachdächer müssen nach DIN 18531 mit Gefälle, Notentwässerung und sauberen Anschlüssen ausgeführt werden. Wir prüfen diese Punkte vor dem Schließen des Dachs, nicht erst beim ersten Starkregen.
Ja. Verkehrsflächen, Entwässerung, Abscheider und Zufahrten sind bei Logistikimmobilien keine Nebensache. Falsch dimensionierte Oberbauten oder fehlende Versickerung führen zu Schäden und Nachträgen. Der Aufbau wird nach den Belastungsklassen der RStO geprüft.
Entscheidend ist weniger die Größe als die Vertragslage: Bei GU-Verträgen mit funktionaler Leistungsbeschreibung fehlt dem Bauherrn ohne eigene Prüfinstanz die Kontrolle über Qualität und Nachträge. Das gilt für eine Halle mit 5.000 m² genauso wie für ein Logistikzentrum.
Wir trennen die Abnahme zwischen Bauherr und Generalunternehmer von der Übergabe an den Mieter. Beide Termine werden mit Protokoll, Mängelliste und Vorbehalten dokumentiert. So bleibt klar, welche Mängel der Unternehmer schuldet und was Mieterwunsch ist.
Ja. Bei Forward Deals oder nach Fertigstellung prüfen wir Ausführung, Unterlagen, Abnahmeprotokolle und offene Mängel und ordnen die Drittverwendungsfähigkeit ein: Hallenhöhe, Bodenlast und Ebenheit, Toranzahl, Brandschutzkonzept und Lastreserven im Dach. Das Ergebnis ist eine technische Grundlage für Kaufpreis und Gewährleistungsregelung.

Logistikhalle mit unabhängiger Bauüberwachung

Kurze Einordnung zu Vergabeform, Bauphase und Prüfumfang.

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